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Durchmarsch in die Oberliga!
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Tja, was soll ich schreiben. Mein letzter Einsatz für Doppelbauer war in der Saison 2007/08, danach blieb die Bindung zum Verein, wohin mich einst Mario "Lalla" Janik gelockt hatte, nur wegen der Doppelbauer-Website erhalten. Über meine Ex, die den Vertrag mit Domainfactory hat, bin ich praktisch der Superadmin. Viel mehr außer in Notfällen für die Website da zu sein, habe ich aber auch nicht gemacht.

Am 15. Mai 2014 flatterte dann eine E-Mail in mein Postfach: "Hallo Frank, möchtest Du unseren Verein in der nächsten Spielserie noch einmal tatkräftig in der Landesliga unterstützen? Vielleicht brauchst Du ja noch einmal 'Luftveränderung' :-D Habe meinen Mitstreitern versprochen Dich wenigstens zu fragen." Nachdem ich erst etwas rumdruckste, entschied ich mich fünf Tage später zum Wechsel. Sehr zur Enttäuschung meiner Spielkameraden beim SV Berolina Mitte, wo ich immerhin Schatzmeister bin und die Website mache.
Der Lockruf "Landesliga" hat mich allerdings überhaupt nicht gereizt. In meinem Alter (49, jetzt 50) und mit einer offensichtlichen Spielstärke-Zenitüberschreibung (in den letzten 7 Jahren habe ich über 140 DWZ-Punkte verloren) nimmt man jedes Angebot an. Von mir aus auch 8. Kreisklasse. Und ich habe Berolina versprochen, wieder nur für eine Saison wegzubleiben. Erst möchte ich Woltersdorf so wie damals auf einen Abstiegsplatz herunterwirtschaften und dann das sinkende Schiff verlassen.

Meine zweite Saison in Woltersdorf hat allerdings ganz anders begonnen. Wir kehrten mit einem 5½:2½-Sieg vom ESV Eberswalde heim und ich konnte das größte brandenburgische Schachtalent Maximilian Paul Mätzkow (12 Jahre) besiegen. Es war das Führungs"tor" zum 2:1, nachdem unsere Bretter 3 und 7 ganz schnell die Punkte teilten. Ich glaube, mein Nebenbrett war schon abgeräumt, bevor ich überhaupt einen Zug gemacht hatte. Verständlich das Daniel einem Kampf gegen seine langjährigen Eberswalder Vereinskameraden aus dem Weg gehen wollte.


Da war Brett 7 noch besetzt. Wenig später wurde der Punkt geteilt.


Mätzkow - Hoppe

Der Wendepunkt der Partie. Weiß zog fast a tempo 30. Tdh1? anstatt mit Dxf4 in ein remisliches Endspiel abzuwickeln. Nach 30. ... Sd3+ ging ein weißer Bauer verloren. Der Anfang vom Ende.

An Brett eins erhöhte Torsten dann auf 3:1. Sein Gegner hatte bei der folgenden Abwicklung einen Zwischenzug übersehen:


Nach 10. Le5

Schwarz setzte mit 10. ... Se4? fort und glaubte sich nach 11. Sxe4 dxe4 auf der Siegerstraße. Wenn der Sf3 zieht, klaut sich Schwarz mit Lxe5 eine Figur, weil der Bauer wegen der ungedeckten Dd2 nicht wiedernehmen darf. Bleibt für Weiß also nur das gegenseitige Durchfressen wie Säure: 12. Lxg7 exf3.

Weiß hatte aber einen Zug weiter gerechnet und bewegte sich mit seinem säurehaltigen Läufer plötzlich wieder rückwärts. Nach 13. Lxh6! muß Schwarz die Mattdrohung bedienen, während sich sein säurehaltiger Bauer von selbst auflöst. Nach 13. ... f6 14. Lxf3 kämpfte Schwarz aber unverdrossen bis zur Aufgabe im 43. Zug weiter.


Torsten Hannebauer analysiert mit seinem Gegner die Schlußstellung

Trotz der sicheren Führung war aber noch viel Spannung im Wettkampf. Dietmar stand an 8 praktisch breit, obwohl er das nie so richtig wahrhaben wollte. Tino an 2 sah günstig aus, er hatte einen Mehrbauern. Die Partien von David und Michael konnte ich nicht so richtig einschätzen. Und da Dietmar inzwischen aufgegeben hatte, kümmerte ich mich auch nicht mehr so darum. Stattdessen saß ich mit ihm, seinem Sohn und einem langjährigen Kollegen von ihm auf der Terrasse des "Wilden Eber" und wir quatschten teils über alte Zeiten und über seine Firma. Ich kenne Dietmar seit den 1980er Jahren, wo er wenige Jahre nach mir Mitglied in der BSG Medizin Marzahn wurde. In den nächsten Jahren blitzten wir oft und lange miteinander. Einmal spielten wir sogar die ganze Nacht durch, so etwa 75 Partien mit einem ausgeglichenem Ergebnis.


Türtmann - Bunk

Weiß hatte zuletzt mit 36. Tf1 den Freibauern noch einmal verteidigt. Schwarz schwelgte noch in Optimismus, während die Kiebitze (und auch Weiß) der komplett gegenteiligen Meinung waren. Zu recht. Stockfish 5 zeigt +9 für Weiß an. Der "stärkste" Zug laut Engine ist Dd6, was Dietmar eigentlich auch ziehen wollte. Es kam allerdings 36. ... De5??. 37. exf5 ließ sich Schwarz noch zeigen, gab dann aber auf. Die Materialreduzierung bringt nur Weiß etwas.


Nach dem unfreiwilligen Damentausch

Von drinnen drangen ab und zu Ergebnisse nach draußen. David hatte plötzlich und unerwartet gewonnen, womit es 4:2 stand. Sein Gegner hatte die Zeit überschritten. Tino sicherte mit seinem Remis den Mannschaftssieg. Ich hatte eigentlich gedacht, er gewinnt.
Und dann stand auch noch Michael auf der Matte und meldete seinen Sieg.

Bevor es wieder auf die Heimreise ging, erleichterten wir die gastronomische Wirtschaft im "Eber" noch um ein paar Schnitzel, Steaks und diverse Getränke. Natürlich im Gegenzug für harte Eurowährung.
Ich wurde eingeladen. Wie es sich für einen seit zwei Tagen 50-jährigen (und erfolgreichen) Legionär gehört ;-)

 1 Roy Mirke (1993)          0:1 Torsten Hannebauer (2078) 1
2 Hardy Sydow (2102) ½:½ Tino Dzubasz (2040) 3
3 Timo Jesse (1987) ½:½ Daniel Gurack (1961) 4
4 Maximilian Mätzkow (1933) 0:1 Frank Hoppe (1951) 5
6 Davy Tesch (1712) 0:1 David Schmidt (1863) 6
7 Stephan Modrow (1818) 0:1 Michael Altmann (1841) 7
9 Detlef Zoll (1745) ½:½ Martin Hufschild (1799) 9
11 Dieter Türtmann (1848) 1:0 Dietmar Bunk (1788) 16
Pl. Mannschaft                MP BP
1. Schachclub Oranienburg I 2 6,5
2. SC Empor Potsdam 1952 II 2 6,0
3. Doppelbauer Woltersdorf 2 5,5
4. SG Lok Brandenburg I 2 5,0
5. SSG Lübbenau I 1 4,0
6. ESV Lok Raw Cottbus I 1 4,0
7. Potsdamer SV Mitte I 0 3,0
8. ESV 1949 Eberswalde I 0 2,5
9. SV Rochade Potsdam-West I 0 2,0
10. SV Blau-Gelb 1899 Hosena 0 1,5


Michael Altmann


Hardy Sydow gegen Tino Dzubasz


Sechs Partien laufen noch


So sahen Taschenlampen im Mittelalter aus


Vor dem "Wilden Eber"


Nach dem Essen


Der Berichterstatter langt nochmal zu

Ergebnisse ChessOrganizer

Frank Hoppe


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